Ein Lösungsfinder!
Ich bin ja ein praktischer Mensch und liebe Tools, mit denen ich schnell (ja ich bin auch ungeduldig ;-)) zu einer Lösung komme. Oftmals stehen uns verschiedene Optionen zur Auswahl und eine Entscheidung fällt schwer. Ob es um Ziele für den nächsten Urlaub, Konflikte mit anderen Personen, den weiteren Lebensweg nach der Schule oder eine Neuorientierung geht – das Rad der Möglichkeiten hilft beim klar werden. (Quelle “Das Alternativrad” aus “So coache ich” von Sabine Asgodom) (Werbung unbezahlt / durch Markennennung und Verlinkung)
Jeder, der kreativ ist, Lust am Fantasieren hat oder einfach mal ein wenig “rumspinnen” mag, findet das Rad der Möglichkeiten bestimmt toll und hilfreich in Entscheidungssituationen.
Du brauchst nicht viel, um gleich loslegen zu können: ein Blatt Papier und einen Stift, 15-30 Minuten Zeit und eine ruhige entspannte Umgebung. Und natürlich das Thema, für das Du eine Lösung suchst 🙂
Auf das Blatt malst Du als erstes ein Rad (einen Kreis), in die Mitte schreibst Du Dein Thema, z.B. Neuorientierung oder Urlaub. Um diesen Kreis herum werden mindestens 10 Speichen gemalt, es können auch mehr sein. Diese stehen für die Möglichkeiten, die Du hast. Selbst wenn Dir gerade nur 3 Möglichkeiten einfallen – Du wirst sehen, es gibt deutlich mehr. Als Einstieg schreibe ich immer an die erste Speiche: “alles bleibt, wie es ist” (kann ja sein, dass es tatsächlich die beste Lösung momentan ist – dazu später mehr) und dann schreibst Du alle Möglichkeiten auf, die Du eh schon im Kopf hast (an jede Speiche eine). Was Dir in den Sinn kommt, wird aufgeschrieben, es geht hier noch nicht um Machbarkeit!! Einfach ein bisschen träumen und fantasieren – eine verrückte Möglichkeit, eine wo Geld keine Rolle spielt, eine wo Zeit keine Rolle spielt….

Hier mal ein Beispiel, damit ein paar Ideen sprudeln können: Wenn es um berufliche Neuorientierung geht, könnte es in etwa so aussehen: alles bleibt wie es ist; ein Hobby als Nebenjob beginnen; ein Praktikum machen; ein Sabbatical nehmen; Weiterbildung im gleichen Job; neue Ausbildung; ein Studium beginnen; Kündigen und Reisen; Arbeitszeit reduzieren; im Unternehmen nach neuen Herausforderungen schauen; reich heiraten und erstmal gar nicht arbeiten; Umzug in eine andere Stadt; sich politisch engagieren; Selbstständigkeit; Gespräch mit dem Chef/der Chefin…..
Ganz wichtig ist, keine Einschränkung zu setzen. Wenn die Lösung sich so einfach präsentieren würde, bräuchtest Du dieses Tool nicht 😉 also alles was eher unmöglich erscheint oder verrückt, aber dafür reizvoll, aufschreiben. Je mehr Ideen desto besser!! Nimm Dir dafür ruhig genügend Zeit. Wenn Dir wirklich nichts mehr einfällt, dann geht`s in die Prüfungsphase. Jetzt ist Dein Verstand wieder gefragt. Für jede Möglichkeit darfst Du Punkte vergeben – von null bis zehn. Null = gefällt mir gar nicht, fünf = ist ok., zehn = supertoll! (Du kannst eine Zahl natürlich auch mehrmals verwenden) An jede Speiche schreibst Du nun wie gut Dir die Möglichkeit gefällt – es geht immer noch nicht um Machbarkeit!!

So, jetzt wird es spannend. Welche Möglichkeit hat die höchste Punktzahl? Oder sind es sogar 2 oder 3? Ich suche mir immer die 2-3 am höchsten nummerierten Möglichkeiten heraus, also alles was 8-10 Punkte hat. Passen sie zusammen oder widersprechen sie sich (scheinbar)? Sabbatical nehmen und danach die Arbeitszeit reduzieren und ein Hobby im Nebenjob ausüben wäre doch eine mögliche Kombination. Oder in Abstimmung mit der Firma ein Studium beginnen. Manchmal muss man ein wenig um die Ecke denken, um eine neue/andere Lösung zu entdecken.
Und nun geht es an die Machbarkeit. Wie wahrscheinlich ist die Möglichkeit der Umsetzung? Frage Dich: Was muss ich tun, wenn ich…? Welche Folgen/Konsequenzen hat es, wenn ich…? Sind Deine gefundenen Möglichkeiten so attraktiv für Dich, dass Du Veränderungen in die Wege leitest? Oder ist noch nichts dabei gewesen wofür sich eine Änderung lohnt? Dann bleibt eben erstmal alles so wie es ist. Es wird sich auf jeden Fall etwas ” im Hintergrund tun”. Lass zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal Deiner Fantasie freien Lauf oder lies Dir Deine gefundenen Möglichkeiten nochmals durch. Was ich auch immer gern mache – mit einer Freundin/einem Freund darüber sprechen, da kommen oft auch tolle Ergebnisse heraus. Egal wie – ein Anfang ist gemacht!
Ich bin der Meinung, dass es oft keiner großartigen Lösung bedarf, es reicht schon ein kleiner Impuls, um zumindest im Kopf eine Veränderung zu beginnen, bzw. sich klar zu werden, was man in welchem Umfang möchte. Das habe ich auch schon oft bei mir festgestellt – es machen mir einige Dinge sehr viel Spaß (z.B. gärtnern und biologisches Gemüse züchten und mit Ton arbeiten), aber auf Dauer wären sie nichts für mich. Meine Lösung dafür waren 2 Hochbeete im Garten 😉 und ein Töpferkurs….
Wenn Du eine Möglichkeit gefunden hast, die Du gern weiter verfolgen möchtest, aber selbst nicht klar definieren kannst wie es jetzt weitergehen soll, dann melde Dich gern bei mir! Gemeinsam können wir die nächsten Schritte erarbeiten.

